Brauchtumspflege

Die Brauchtumspflege ist laut unserer Satzung eine der Hauptaufgaben. Über das ganze Jahr hinweg gibt es viele Bräuche, die es zu bewahren gilt. Dabei wird sowohl das weltliche wie auch das kirchliche Brauchtum gepflegt, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Neujahrsanblasen:

Los geht es mit dem Neujahrsanblasen der Trachtenkapelle, die zum Jahreswechsel in Raßreuth und den benachbarten Dörfern unterwegs ist und einen musikalischen Neujahrsgruß überbringt.

  • Rauhnudelbetteln:

Während früher die Knechte in der letzten Rauhnacht von 5. auf 6. Januar von Haus zu Haus zogen und um Rauhnudeln bettelten, wird dieser Brauch heute vor allem von Kindern und Jugendlichen gepflegt. Auch die Trachtenjugend der Freudenseer geht jedes Jahr am 5. Januar zum Rauhnudelbetteln und pflegt damit diesen alten Heischebrauch, über den bereits die Schiefweger Schriftstellerin Emerenz Meier berichtet hat und der nur in unserer Gegend bekannt ist.

  • Palmbuschenbinden:

1979 wurde durch die Hauzenberger Trachtenvereine das Binden von Palmbuschen wiederbelebt. Gemeinsam werden die Buschen im Proberaum gebunden und dann nach der Palmweihe beim Altenheim in einer Prozession mit unserer Trachtenkapelle zur Kirche gebracht.

  • Maibaum aufstellen:

Mit viel Muskelkraft und Schwaiberln wird der Raßreuther Maibaum auch heute noch aufgestellt. Bis 2016 stand der Maibaum vor dem Trachtensaal. 2017 hat er einen neuen Platz in der Ortsmitte bekommen. Im Rahmen eines Dorffestes zusammen der mit FFW Raßreuth, dem Kindergart und der Trachtenkapelle wird der Maibaum vor dem Kindergarten aufgestellt.

Austellen des Maibaums

  • Maiandacht:

Jedes Jahr im Mai treffen sich die Mitglieder des Trachtenvereins, um meist bei der Vereinskapelle in Grieblmühle gemeinsam eine Maiandacht zur Ehre Mariens zu beten.

  • Pfingstsingen:

Wenn sich am Pfingstsonntag die Pfingstsinger auf den Weg machen, pflegen sie einen alten Brauch, der in dieser Form nur im unteren Bayerischen Wald, besonders im nördlichen Landkreis Passau und im Landkreis Freyung-Grafenau, gepflegt wird. Für ihre oft frechen Gstanzl werden die Pfingstsinger mit vielen Eimern Wasser, aber mit vielen Eiern belohnt. Die Belohnung mit Eiern kommt aus der Historie dieses Heische-Brauchs. Heute gehen in Raßreuth die Freiwillige Feuerwehr und der Trachtenverein gemeinsam zum Pfingstsingen und unterstützen mit den gesammelten Spenden die Jugendarbeit beider Vereine.

Pfingstsinger

  • Kräuterbuschenbinden:

Der Brauch des Kräuterbuschenbindens und der Kräuterweihe am Fest Maria Himmelfahrt wurde auf Anregung des damaligen Stadtpfarrers Georg Spermann 1992 in Hauzenberg wiederbelebt. So werden jährlich genau 250 Kräuterbuschen gebunden, die gegen eine Spende für einen sozialen Zweck vor dem Festgottesdienst am 15. August verkauft werden.

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  • Erntedank:

Am Erntedank beteiligt sich der gesamte Verein mit der Blaskapelle. Neben dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch wird der Gottesdienst zum Erntedankfest in Hauzenberg regelmäßig durch Gruppen des Trachtenvereins musikalisch mitgestaltet.

  • Nikolausbesuch:

Bereits seit dem Jahr 1964 bietet der Verein einen Nikolausdienst in der Umgebung mit zwei Nikolauspaaren an. So werden pro Jahr die Kinder von 10 Familien besucht. Ebenso kommt der Nikolaus des Trachtenvereins in den Raßreuther Kindergarten und besucht die Trachtenjugend.